Dauer-Change und Veränderungsbereitschaft #dBp119
Shownotes
Der dehner Business Podcast „Unternehmen stärken“ ist der Führungskräfte-Impuls, Business Talk und Management-Input. Mit Gedanken, die Unternehmen stärken für die Zukunft.
Organisationale Resilienz ist die Fähigkeit und Kompetenz der Zukunft. Unternehmen und Führungskräfte müssen immer schneller auf sich ändernde Anforderungen reagieren. In einer Krise zu verharren, ist keine Option. Sie müssen vielmehr den Change wie selbstverständlich integrieren, um die Zukunft der Organisation zu sichern.
Mitarbeitende werden in Veränderungsprozesse einbezogen, starke Führungsteams steuern die Organisation und bei Veränderungen bleibt das Unternehmen effizient und leistungsstark.
Dabei setzt organisationale Resilienz nicht nur auf agile Organisationsstrukturen. Die Haltungen und Werte der Führungskräfte und Mitarbeitenden stehen im Fokus. So gelingt es Organisationen, wertvolle Ressourcen in Krisenzeiten zu nutzen.
Resilienz ist der Schlüsselfaktor, der in unserer VUCA Welt den Fortbestand und die Erfolge sichert.
Der dehner Business Podcast „Unternehmen stärken“ erscheint wöchentlich sowie bei aktuellem Anlass.
Haben Sie Fragen und Anregungen? Dann mailen Sie uns unter: info@dehner.academy
Transkript anzeigen
00:00:02:
00:00:29: Ich habe in meinem letzten Podcast über die Auswirkungen der Dauerkrisen und der damit einhergehenden Dauercanges gesprochen.
00:00:37: Also das heißt ich habe darüber geredet, dass die Phase der Integration in der Küpler-Rosskurve wegfällt und damit zu viel emotionale Teilfahrt da ist.
00:00:49: Die Frage aufgeworfen wie wir eben die ersten drei Phasen dieser Küpler Ross Kurve verkürzen können so dass die Emotionalität einfacher wird zu tragen, weil habe ich die gesamte Kurve mit der Integrationsphase eines Changes.
00:01:06: Dann stabilisiert sich die Emotionalität natürlich in einen langen Zeitraum.
00:01:10: Fällt aber diese Integration weg?
00:01:13: Habe ich fast nur noch emotionale Talfahrt.
00:01:15: Das heißt, die muss ich verkürzen um eben emotional schneller wieder eine Stabilisierung hinzubekommen.
00:01:22: und klar ist Menschführung kommt hierbei eine enorme Bedeutung zu.
00:01:31: Das habe ich das letzte Mal weiter ausgeholt, also wer sich das nochmal anhören will sehr gerne.
00:01:36: Heute möchte ich dazu noch mal ein neues Modell dazugeben – einen Veränderungsmodell nämlich die Veränderungsformel.
00:01:45: Die
00:01:50: Veränderungsformel ist, wenn ich sie Ihnen jetzt aufschreiben könnte eine sehr mathematisch anmutende Formel.
00:01:56: Die lautet u mal v mal s muss größer sein als k und wenn das erreicht ist dann gehen Menschen eine Veränderung mit.
00:02:05: also es heißt die Veränderungen Formel beschreibt wann der Moment erreicht ist dass Menschen mitgehen.
00:02:12: Wenn ich das jetzt auf die Kübler Ross-Formel Change Kurve übertragen würde bedeutet das Wann kommen die Menschen in diese Phase des Ausprobierens, also kommen raus aus dem Tal der Tränen wirklich zum Ausprobieren?
00:02:27: Und das passiert wenn die Veränderungsformel erfüllt ist.
00:02:31: Die möchte ich jetzt natürlich näher aus formulieren dass u in der Formel steht für Unzufriedenheit.
00:02:37: Das heißt Ich brauche immer eine Unzufredenheit damit ich überhaupt in eine Veränderung gehe.
00:02:43: habe ich keine unzufriedenen warum sollte ich überhaupt irgendwas verändern?
00:02:48: Auf jeden Fall ein Startpunkt, wo ein bisschen was da sein muss.
00:02:52: Das V in der Veränderungsformel steht für Visionen.
00:02:56: D.h.,
00:02:56: nur die Unzufriedenheit alleine reicht nicht, dass ich in eine Veränderung mitgehe, sondern ich brauche auch ein klares Zielbild.
00:03:02: Ich brauche eine klare Idee, eine Vision.
00:03:06: Wo soll es hingehen?
00:03:07: Und die sollte natürlich so formuliert sein, das sie zieht, dass sie mir gefällt und sagt, oh ja!
00:03:13: Da habe ich Lust drauf.
00:03:16: Die Formel lautet ja u mal v mal s, das S steht jetzt für die Schritte, die zu gehen sind.
00:03:22: Das heißt ich kenne Menge Menschen, die unfassbar unzufrieden sind und eigentlich auch eine klare Vision haben wo sie eigentlich hin wollen und der noch nichts verändern.
00:03:31: Da fehlt manchmal die Klarheit darüber welche Schritte zu gehen sein.
00:03:35: was ist jetzt genau zu tun um zur Vision zu kommen?
00:03:39: Ich brauche auch eine Idee wie der Weg gestaltet werden könnte Und diese drei Faktoren miteinander multipliziert, müssen größer sein als k und k steht für die Kosten.
00:03:52: Jede Veränderung kostet – das ist leider ein Fakt!
00:03:55: Seien es wirklich materielle Kosten in Form von Geld oder irgendwas.
00:04:00: Oder aber auch Kosten im Sinne von der Komfortzone, die ich verlassen muss um was Neues auszuprobieren.
00:04:06: Oder Aber auch Zeit, die Ich investieren muss um etwas zu lernen Ängste, die überwinden muss und so weiter.
00:04:13: In dem Kostenblock sind eben genau unsere Ängst zu sorgen
00:04:16: usw.,
00:04:16: Was könnte alles passieren wenn nicht diesen Veränderungsschritt gehe?
00:04:21: Das heißt in einem Kosten Block sind zum Teil seriale Kosten Zum Teil aber auch nicht reale.
00:04:27: Also Kosten, die wirklich nur in unseren Köpfen existieren in unserer Vorstellung und unsere Vorstellungskraft ist ein Wunderwerk.
00:04:34: Das heißt da passiert eine Menge und eine Menge Ängste und Sorgen über Dinge, die dann später eigentlich nie eingetroffen sind.
00:04:43: Und diese Veränderungsformel kann man eben entsprechend umsetzen – auch auf Veränderungsprozesse im Unternehmen die nämlich erfüllt ist, dann sind Menschen bereit eine Veränderung mitzugehen.
00:05:04: Übersetzt sich das jetzt auf Veränderungsprozesse in Unternehmen damit ich schauen kann wann diese Ausprobierphase beginnt?
00:05:12: Dann ist es natürlich enorm wichtig dass sie Unzufriedenheit, die für gewöhnlich in der Firmenleitung zu spüren ist auch wirklich bei den Mitarbeitenden in irgendeiner Form ankommt.
00:05:23: Das heißt, die Firmenleitung des obersten Management ist oft sehr unzufrieden weil sie eben die Krisen sehen, sehen wie der Markt sich entwickelt und so weiter und entsprechend darauf reagieren wollen.
00:05:35: das heißt Sie haben Angst dass das Unternehmen so nicht zukunftsfähig ist?
00:05:40: Die Mitarbeiter aber im Zweifel sind überhaupt nicht unzuffrieden!
00:05:44: Sie sind vielleicht sogar hoch zufrieden dass sie ihren Job gerade endlich wieder im Griff haben nach der letzten Umstrukturierung.
00:05:51: Entsprechend braucht es viel Kommunikation, um eben entsprechend auch zu übertragen dass die aktuelle Sicherheit vielleicht nur vermeintlich ist.
00:06:03: Dass eben die Gedanken die sich einen Oberstes Management macht nicht einfach nur aus Jux und Dallerei gemacht wird werden, sondern das ist natürlich einen Sinn hart nämlich das Unternehmen zukunftsfähig zu machen und Arbeitsplätze damit natürlich auch zu sichern.
00:06:18: Das heißt es braucht viel Kommunikation um diese Unzufriedenheit auch wirklich bei den Mitarbeitenden platzieren zu können dass sie da ankommt, dass sie dort verstanden wird Ebenso natürlich die Vision.
00:06:29: Auch die Vision will wirklich gut vermittelt werden, weil bin ich da natürlich nur in einem Managementsprech.
00:06:35: Erreiche ich eventuell nicht alle Mitarbeitenden und hier sind auch wieder die Führungskräfte auch in allen Management-Ebenen gefragt.
00:06:42: wie kann ich so eine Vision so transportieren dass sie zum einen als großes Ganzes klar wird aber eben auch wo ist die Übersetzung für jetzt konkret meine Mitarbeiter?
00:06:53: Das heißt Zeigt sich die Vision dann auch in Bezug auf mein Team?
00:07:00: Was ist jetzt die Vision von meinem Team, wie kann ich die integrieren in die Gesamtunternehmensvision.
00:07:05: Das heißt hier muss ich auch durchaus runterbrechen so dass die einzelnen sich damit identifizieren können.
00:07:12: Dann bei den Schritten ist natürlich ganz klar das Führungskräfte immer wieder schauen müssen welche Ressourcen und Kompetenzen brauchen eigentlich meine Leute?
00:07:22: was muss ich da entwickeln um eben entsprechend diese Schritte gehen zu können, aber gleichzeitig natürlich auch die Schritte klar aufzuzeigen.
00:07:31: Aber hier ist oft viel Entwicklung notwendig und wenn natürlich immer nur gemäckert wird was die Leute nicht können oder was an Defiziten da sind, ist oft wenig Entwicklung da.
00:07:42: das heißt zu schauen wo sind die Ressourcen?
00:07:44: Wo sind die Kompetenzen und wie können wir sie in Bezug auf diesen Veränderungsprozess optimal einsetzen, um eben sehr klar definierte Schritte zu gehen damit die Leute auch eine Idee haben was zu tun ist.
00:07:56: So diese drei Dinge miteinander multipliziert müssen jetzt größer sein als K also als die Kosten und da gilt es natürlich zu minimieren.
00:08:03: und auch hier wieder ist die Kommunikationsfähigkeit von Führungskräften gefragt nämlich wirklich zu schauen welche Kosten sind denn da?
00:08:10: Welche Ängste und Sorgen haben die Menschen zu schauen, welche davon sind vielleicht realistisch und da auch sehr offen und ehrlich mit umzugehen.
00:08:20: Aber eben auch rauszufinden wo sind diese imaginierten Kosten?
00:08:24: Und wie kann ich kommunizieren dass sie imaginiert sind?
00:08:27: Wie kann ich Ängste und Sorgen nehmen um diesen Kostenblock zu minimieren damit die andere Seite der Formel entsprechend mehr Gewicht bekommt?
00:08:36: Und all das sind natürlich Aufgaben von Führungskräften.
00:08:40: Und ja, natürlich muss ich äußere Veränderungen akzeptieren aber eben um zu adaptieren und zu diesem ausprobieren zu kommen nach der Kübler-Rost-Change Kurve dazu brauche ich eben entsprechend diese Veränderungsformel erfüllt.
00:08:58: Und das eine ist dass natürlich Führungskräfte in der Selbstführung gefragt sind.
00:09:03: Das heißt jetzt ganz erst mal für sich entsprechend umsetzen.
00:09:06: Das heißt auch hier sich selber reflektieren können, wo häng ich da eigentlich?
00:09:11: Weil bei jedem jeder Krise und bei jedem Change gehen natürlich auch bei den Führungskräften die Ängste los!
00:09:18: Wie können Führungskräfte für sich selbst damit umgehen, um dann eben das Ganze auch auffangen zu können bei den
00:09:27: Mitarbeitenden?!
00:09:29: Hierfür braucht es, wie gesagt eine Menge Transparenz gerade für die Unzufriedenheit und die Vision.
00:09:35: Es braucht aber auch viel Know-how, den Weg zu geiden um eben diese Schritte gehen zu können und hierbei auf die Entwicklung der Mitarbeitenden zu setzen.
00:09:46: Gutes Handwerkszeug wie kann ich die Ressourcen meiner Mitarbeiter herausfinden und stärken?
00:09:53: Aber eben auch zu verstehen wo entsteht das Stress?
00:09:57: Wo sind die Stressoren meiner Mitarbeitende nun?
00:10:00: Wie kann ich da Abhilfe schaffen um diese Kosten zu minimieren?
00:10:04: Dazu ist es gut, eben zum Beispiel die Werte der Menschen zu kennen.
00:10:08: Weil jemand, der in seinem persönlichen Werteumfeld den Wert Sicherheit ganz hoch hat wird sich natürlich schwerer tun mit einer Veränderung als jemand der Entwicklung oder so ganz hoch in seinem Wertesystem hat.
00:10:20: aber dieses Wertessystem meiner Mitarbeitenden sollte ich kennen und versuchen rauszuhören in Gesprächen um eben entsprechend gut argumentieren zu können für die Unzufriedenheit und die Vision, aber eben auch um Ängste nehmen zu können.
00:10:38: Und all das sind Kompetenzen, die eben im Management- und in der Führung zunehmend ihren Wert haben werden.
00:10:59: Für weitere Informationen und Fragen finden Sie uns im Internet unter www.dena.academy.
Neuer Kommentar