Es ist nicht persönlich #dBp126
Shownotes
Der dehner Business Podcast „Unternehmen stärken“ ist der Führungskräfte-Impuls, Business Talk und Management-Input. Mit Gedanken, die Unternehmen stärken für die Zukunft.
Organisationale Resilienz ist die Fähigkeit und Kompetenz der Zukunft. Unternehmen und Führungskräfte müssen immer schneller auf sich ändernde Anforderungen reagieren. In einer Krise zu verharren, ist keine Option. Sie müssen vielmehr den Change wie selbstverständlich integrieren, um die Zukunft der Organisation zu sichern.
Mitarbeitende werden in Veränderungsprozesse einbezogen, starke Führungsteams steuern die Organisation und bei Veränderungen bleibt das Unternehmen effizient und leistungsstark.
Dabei setzt organisationale Resilienz nicht nur auf agile Organisationsstrukturen. Die Haltungen und Werte der Führungskräfte und Mitarbeitenden stehen im Fokus. So gelingt es Organisationen, wertvolle Ressourcen in Krisenzeiten zu nutzen.
Resilienz ist der Schlüsselfaktor, der in unserer VUCA Welt den Fortbestand und die Erfolge sichert.
Der dehner Business Podcast „Unternehmen stärken“ erscheint wöchentlich sowie bei aktuellem Anlass.
Haben Sie Fragen und Anregungen? Dann mailen Sie uns unter: info@dehner.academy
Transkript anzeigen
00:00:02: In
00:00:31: meinen Coachings und Seminaren erlebe ich es immer wieder.
00:00:34: Eine große Aufregung darüber, was andere die Führungskraft, die Kollegen, die Mitarbeitenden usw.
00:00:41: gemacht haben.
00:00:42: Es nimmt viele wirklich sehr mit und zwar so sehr, dass der Stresslevel darüber enorm steigt.
00:00:48: Die Leute denken in Zweifel viel zu viel und vor allem in der Freizeit darüber nach.
00:00:54: Erzählt werden mir dann solche Szenen mit Worten wie «obwohl die andere Person noch genau wusste das», aber wusste sie wirklich?
00:01:15: und selbst zu beziehen.
00:01:19: Und manchmal sogar Unternehmensentscheidungen auf uns selbst zu bezielen, als Aussage über mich zudeuten, als eine Wertung über mich zu deuten und das Ganze sehr persönlich zu nehmen.
00:01:32: Aber das ist meistens mitnichten so!
00:01:37: Es gibt ein Bias – das nennt sich der egocentrische Bias– und er bewirkt, dass wir unser eigenes Erleben in den Mittelpunkt stellen dieser Perspektive, also der Perspektiv unseres eigenen Erlebens dann Annahmen über die anderen treffen.
00:01:56: Und das passiert weil unser eigenes Erleben so präsent ist und dadurch sich eine Verzerrung ergibt, weil mein Erleben eben emotional aufgeladen ist und damit eben so präsent.
00:02:09: Ein Teil von diesen in diesen Annahmen, was jetzt andere denken und wie sie das gemeint haben usw.
00:02:17: nehmen wir im Nachgang durch Reflexion zwar durchaus auch wieder raus aber je höher der Spresspegel ist desto weniger funktioniert diese Korrektur.
00:02:28: so hatte ich zum Beispiel letzten Jungen Kochi der unter einem massiven Stress gestanden hat also in meinen Augen wahrscheinlich schon kurz vom Burnout stand und sich von seiner Führungskraft nicht genug unterstützt gefühlt.
00:02:43: Wir haben erarbeitet, dass er mit seiner Führungskraft darüber ein Gespräch führt.
00:02:46: Dieses Gespräch hat auch stattgefunden und die Führungskraft hat verstanden, das da gerade wirklich zu viel Aufgaben auf dem Schreibtisch liegen.
00:02:55: In der nächsten Coaching-Sitzung erzählte er mir, dass dieses Gespräch zwar gut war
00:02:59: usw.,
00:03:00: aber nicht.
00:03:01: eine Woche später kam plötzlich wieder eine E-Mail von der Führungenskraft, ob er nicht irgendwie einen Input für den Projekt eben noch leisten könnte.
00:03:10: Und darüber hatte sich Wahnsinnig aufgeregt und hat den Stresspegel massiv erhöht, weil er eben meinte das kann doch nicht sein.
00:03:19: Ich habe gar eine Führungskraft gerade berichtet wie es mir geht wo ich stehe, wo mein Stress ist.
00:03:24: Und dann kommt so ne Anfrage.
00:03:27: Daraufhin hab' ich gefragt Ist denn deine Führungskraft bösartig?
00:03:32: Und da kam klares Nein!
00:03:34: Natürlich is meine Führunkraft nicht bös-artigs eigentlich ein ganz netter Mensch usw.. Dann hab' auch nochmal nachgefragt Ja, es gab dieses Gespräch und natürlich ist es übergriffig wieder nachzufragen.
00:03:47: Aber hat die Führungskraft eventuell auch relativ viel auf dem Schreibtisch?
00:03:52: Und auch da kam Klares ja der ist auch total überladen usw.
00:03:58: Und dann kam ein Koji schnell selber zu dieser Erkenntnis.
00:04:01: Na wahrscheinlich hat meine Führungskraft in dem Moment einfach nicht drüber nachgedacht!
00:04:07: Genau das ist eben oft der Punkt.
00:04:09: Natürlich haben wir als Mitarbeitende eine berechtigte Erwartungshaltung, dass die Führungskraft über jemanden nachdenkt.
00:04:18: Aber selten ist es wirklich persönlich und das heißt wenn die Fährungskraft das nicht schafft in diesem Moment drüber nachzudenken ist es trotzdem nicht unbedingt ne Bösartigkeit im Sinne von Obwohl ich weiß, dass du so viel auf dem Schreibtisch hast, gebe ich dir das jetzt auch noch.
00:04:34: Sondern es ist halt die schnelle Idee, die da ist und dann wird eben nicht weiter darüber nachgedacht weil der eigene Stresspegel vielleicht sehr hoch ist.
00:04:44: Das Dumme ist wenn dieser Effekt dieses egocentrischen Bayers tatsächlich bei Stresspegeln besonders groß ist, dann ist das natürlich eine Spirale.
00:04:53: Das heißt man ist selber gestresst und nimmt daher die Dinge noch persönlicher und nimmt sie noch mehr nach Hause und wird damit noch mehr gestresst.
00:05:05: Und da sind wir natürlich in einer sehr unguten Spirale!
00:05:10: Es
00:05:15: lohnt sich, also im Alltag immer wieder mit der Erkenntnis zu gehen und sich selber zu sagen alles was auf der Arbeit passiert nicht persönlich zu nehmen denn damit geht es dem meisten Leuten enorm viel besser.
00:05:31: Das ist natürlich enorm leicht gesagt.
00:05:33: Wie schafft man es, das tatsächlich zu spüren und zu leben?
00:05:38: Weil es ja diesen Bias gibt!
00:05:42: Und hier ist viel persönlicher Entwicklung gefragt.
00:05:46: D.h.,
00:05:46: je mehr wir selbst defizitär über uns denken, desto höher ist dieser Effekt dass wir eben auch glauben andere würden schlecht oder über mich denken nicht berücksichtigen usw.. Das heißt, es ist wirklich eine Aufgabe weg von diesem eigenen defizitären Denken zu kommen und immer mehr in diese Situationsbeobachtung zu gehen.
00:06:11: Also diese Korrektur anzuschmeißen, dass man über die Reflexion merkt wie war wirklich die Situation?
00:06:20: Eine Achtsamkeit im Alltag zu sehen?
00:06:24: was ist eigentlich wirklich die situation über die Situation, weil wir reagieren meistens auf unser Denken über Situationen und hängen uns darüber auf.
00:06:37: Und natürlich, wenn ich jetzt nochmal das Beispiel von vorhin heranziehe, natürlich sollte eine Führungskraft der gerade geschildert wurde wie überladener Mitarbeiter ist nicht die nächste Aufgabe kurz später wieder drüber stülpen aber dennoch die vermutete Bösartigkeit dahinter, auf die wir so sehr reagieren und nicht nur auf das Fakt.
00:07:04: Weil dann kann man auch sagen okay das ist jetzt die Chance zu lernen sich abzugrenzen und auch nein zu sagen!
00:07:10: Und wenn ich nur die Situation sehe und zwar Ich habe zu viel Arbeit meine Führungskraft bringt mir jetzt ein neues Projekt Wie kann ich es schaffen da jetzt auch nochmal direkt zu reagieren?
00:07:25: Ist es nicht mehr persönlich, dann ist das eine Abgrenzungsübung.
00:07:28: Aber das hilft es nicht so sehr mit nach Hause zu nehmen.
00:07:32: Das heißt sich immer wieder damit zu beschäftigen.
00:07:35: wie schaffe ich es noch achtsam am Alltag zu sein und in dieser Korrektur die Situationen zu sehen?
00:07:43: Und wo sind meine Gedanken über diese Situationen und worauf reagiere ich gerade wirklich?
00:07:48: Was ist jetzt wirklich zu tun?
00:07:51: Was sagt das was gerade geschehen ist oder was auch jemand kommuniziert über die Situation aus.
00:07:56: Und was sagt es vielleicht auch, über die andere Person aus?
00:07:59: Wie es eben sein kann – dass das in dem Beispiel ausgesagt hat -, dass auch die Führungskraft unter einem enormen Stresspäge leidet und eben nicht mehr den Freiraum hat sich die nötigen Gedanken zu machen und eine schnelle Lösung sucht.
00:08:13: Natürlich müssen wir hier realistisch bleiben!
00:08:15: Was sagt es auch über mich
00:08:16: aus?!
00:08:17: Aber eben nicht nur selbstkritisch sondern eben realistische auch, was ist es wirklich?
00:08:26: Und das ist ein Punkt, in dem ich meinen Podcast folgen natürlich immer wieder hervorgestellt habe.
00:08:31: Das ist aber für mich sehr zentral in dieser persönlichen Entwicklung.
00:08:35: Wie schaffe ich es noch mehr Achtsamkeit im Alltag aufzubauen und nicht immer wieder zu differenzieren?
00:08:42: Was ist wirklich Situationen und was ist mein Denken darüber?
00:08:57: Ist der Führungskräfteimpuls und Management-Input mit Gedanken für die Zukunft?
00:09:03: Für weitere Informationen und Fragen finden Sie uns im Internet unter www.dena.academy.
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