Social Talk als Führungsinstrument #dBp127

Shownotes

Der dehner Business Podcast „Unternehmen stärken“ ist der Führungskräfte-Impuls, Business Talk und Management-Input. Mit Gedanken, die Unternehmen stärken für die Zukunft.

Organisationale Resilienz ist die Fähigkeit und Kompetenz der Zukunft. Unternehmen und Führungskräfte müssen immer schneller auf sich ändernde Anforderungen reagieren. In einer Krise zu verharren, ist keine Option. Sie müssen vielmehr den Change wie selbstverständlich integrieren, um die Zukunft der Organisation zu sichern.

Mitarbeitende werden in Veränderungsprozesse einbezogen, starke Führungsteams steuern die Organisation und bei Veränderungen bleibt das Unternehmen effizient und leistungsstark.

Dabei setzt organisationale Resilienz nicht nur auf agile Organisationsstrukturen. Die Haltungen und Werte der Führungskräfte und Mitarbeitenden stehen im Fokus. So gelingt es Organisationen, wertvolle Ressourcen in Krisenzeiten zu nutzen.

Resilienz ist der Schlüsselfaktor, der in unserer VUCA Welt den Fortbestand und die Erfolge sichert.

Der dehner Business Podcast „Unternehmen stärken“ erscheint wöchentlich sowie bei aktuellem Anlass.

Haben Sie Fragen und Anregungen? Dann mailen Sie uns unter: info@dehner.academy

Transkript anzeigen

00:00:02:

00:00:19: Thema der heutigen Podcast-Folge Social Talk als Hebel in Erführung.

00:00:42: Sie gab das entsprechend der Teamleitung weiter und dieser Teamleiter hat es einfach nicht geschafft, dann Commitment mit seiner Mannschaft zu bekommen.

00:00:53: Daraufhin gingen sie zu dem Programmieren und plötzlich hat es funktioniert!

00:00:58: Sie hatte das Commitement.

00:01:00: Lagt das jetzt nur an der Hierarchie?

00:01:09: Natürlich spielt Hierarchie eine Rolle, ganz klar.

00:01:13: Wenn Arbeitsanweisungen von noch weiter oben kommen hat es natürlich eine stärkere Wirkung als wenn einfach nur der Teamleiter auf jemanden zukommt.

00:01:22: Aber als ich die Abteilungsleiterin gefragt habe wie sie es gemacht hat dieses Commitment so schnell zu kriegen, hat sie gesagt naja das Team besteht tatsächlich nur aus männlichen Programmierern und ihre Worte waren halt einen guten Draht.

00:01:36: zu den Jungs.

00:01:37: Ich kenne die ganz gut, ich quatsche immer mit denen.

00:01:39: Ich bin oft beim Mittagessen, dass ich mich an den Tisch setze und so weiter.

00:01:43: Entsprechend meiner lockeren Art bin ich eben ins Team gegangen, hab fröhlich begrüßt und habe daneben gesagt hey Jungs wir haben da diesen Großauftrag und ich brauche euch wirklich.

00:01:52: also ich brauch wirklich das ihr da jetzt mit anpackt und vielleicht auch ein paar Samstagemit drauflegt.

00:01:58: Und dann haben sie einfach gesagt ja klar kein Problem machen wir gerne.

00:02:03: Und das ging so leicht und so schnell.

00:02:07: Da liegt der große Unterschied, weil ich fragte sie dann natürlich auch, wie agiert denn der Teamleiter normalerweise?

00:02:14: Dann sagte sie, der Teamleader ist super!

00:02:16: Der hat seine Zahlen im Blick, er ist super gut im Organisieren, in Einteilen von Aufgaben, der weiß genau wer was kann

00:02:26: usw.,

00:02:27: aber er hat nicht so einen guten Kontakt zu den Menschen, zu dem Programmieren und ist eher im Mittagessen usw.

00:02:38: mit Leuten auf seiner Ebene oder Ehrang hören unterwegs und ist nicht so der nahbare Typ.

00:02:47: Und als er eben entsprechend einfach sehr klar gesagt hat es ist der Großauftrag da und alle müssen mehr Arbeit leisten Da ging bei den Programmierern viel schneller der Gedanke an, entspricht das denn jetzt unserem Arbeitsvertrag.

00:03:04: Wie sieht es aus?

00:03:05: Bekommen wir dann vielleicht irgendwie Wochenendzuschlag und so weiter und sofort.

00:03:10: Was hier gefehlt hat ist nicht nur die Hierarchie sondern wirklich die Beziehungsgestaltung.

00:03:16: In der Kommunikation sagen wir immer Beziehung geht vor Inhalt Und wenn diese Beziehungebenen nicht stimmt Dann wird es halt wirklich schwierig mit diesem Hand in Hand oder eine Hand wäscht die andere.

00:03:29: Und ich vermute, dass das jetzt auch keine Bösartigkeit des Teamleiters war sondern er wirklich keine Ahnung hatte wie soll er eigentlich Beziehung gestalten?

00:03:46: Was ist also wichtig für die Beziehungsgestaltung?

00:03:50: Eine andere Coachie von mir hat es mal ziemlich auf den Punkt gebracht, indem sie gesagt hat Social Talk ist für Sie ein wirklich wichtiger Hebel in der Führung.

00:04:01: Und genau das ist das was auch die Abteilungsleiterin im beschriebenen Beispiel gemacht hat.

00:04:11: Social Talk, also letztlich was wir auch als Smalltalk bezeichnen könnten.

00:04:15: Das heißt sie hat angefangen mit den Menschen, mit den Mitarbeitenden über Gott und die Welt zu sprechen übers Wochenende wie es ihnen geht und hat sich die Dinge aber natürlich auch gemerkt und konnte darauf zurückgreifen.

00:04:28: Das heißt, sie hat nicht nur mit den Mitarbeitenden über Aufgaben gesprochen oder sich auf ihre Hierarchie berufen.

00:04:37: Sondern sie hat den Menschen das Gefühl gegeben, sie als Mensch wahrzunehmen und eben nicht nur als

00:04:44: Arbeitskraft.".

00:04:46: Weil was auf gar keinen Fall passieren sollte und das denke ich ist immer wieder die Gefahr, wenn diese Nahrbarkeit fehlt.

00:04:54: Und man zwar absolut korrekt führt und über Aufgaben geht aber die Nahrwärmigkeit fehlt ist dass schnell bei den Menschen der Eindruck entsteht, die Person hielt er sich für etwas Besseres steht darüber.

00:05:10: Und wenn das passiert, wird es mit der Führung oft so schwierig.

00:05:13: Vor allem, wenn ich dann mal da das Commitment brauche und einen Mehreinsatz brauche weil für jemanden wo keine Beziehungen da ist nimmt man eben nicht diese Extrameile.

00:05:26: Oft ist die Angst dahinter dass man an Respekt verliert wenn ich zu nahbar bin.

00:05:31: also das hört man manchmal so dieses Auch Siezen zum Beispiel, ja auch einen gewissen Respekt mitbringt und dadurch man sich ein bisschen schützt in der Führung.

00:05:46: sehe ich das aber als zwei verschiedenen paar Dinge.

00:05:48: Ich kann total nahbar sein und eben Social Talk machen, nicht wirklich für die Menschen interessieren und schauen wie es denen auch sonst wie geht und auch mal auf den Urlaub wieder Bezug nehmen usw.

00:06:01: Und gleichzeitig dennoch klar meine Grenzen aufweisen wenn es um die Zusammenarbeit geht und Dinge passieren die eben so für mich nicht funktionieren.

00:06:11: Das eine schließt das andere für mich nicht aus.

00:06:14: Das heißt, nur weil ich nahbar bin verliere ich nicht an Respekt, weil Respekt der entsteht dadurch dass die anderen genau wissen wo sind auch meine Grenzen und da kann ich in beiden Ebenen total gut unterwegs sein ohne eben das Respekt verloren geht.

00:06:33: Wichtig ist wirklich in der Führung eine Klarheit Aber mit dieser Haltung dahinter, die Mitarbeitenden wirklich als Menschen zu sehen und eben nicht nur als

00:07:06: Arbeitskraft.

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